Betretungsverbot für Marli-Standorte

Anordnung der Landesregierung

Liebe Werkstatt-Beschäftigte, Bewohnerinnen und Bewohner, liebe Eltern, Angehörige und Betreuer,

nach den Informationen aus der Pressekonferenz der Landesregierung von Freitagabend haben wir folgende Maßnahmen abgeleitet:

Das sogenannte Betretungsverbot der Werkstätten hat zur Folge, dass

  • alle zu betreuenden Mitarbeiter/-innen der Werkstatt, der Beruflichen Bildung und der Tagesförderstätte die in einer Pflege- oder Wohneinrichtung von Marli oder außerhalb leben, ab Montag nicht in die Werkstatt gehen dürfen. Der Marli-Fahrdienst wird diese Personen nicht am Montag Morgen abholen! Diese Information wird an alle notwendigen Stellen weitergegeben.
  • die zu Betreuenden, die bei Erziehungsberechtigten oder ihren Eltern wohnen und deren Betreuung sichergestellt ist, nicht die Werkstatt besuchen dürfen.
  • die zu Betreuenden, die alleine oder in Wohngruppen wohnen und sich selbst versorgen können oder eine Betreuung erhalten, nicht in die Werkstatt kommen dürfen.

Von diesem Betretungsverbot ausgenommen sind diejenigen Menschen mit Behinderung, die den Besuch der Werkstatt oder der Tagesförderstätte als eine tagesstrukturierende Maßnahme benötigen.

Dies hat zur Folge, dass es einen "Notbetrieb" in der Werkstatt geben wird.
Die Gruppenleiter werden gemeinsam mit Ihren Leitungskräften die Entscheidungen treffen, wer die Werkstatt als tagesstrukturierendes Angebot nutzen sollte. Ebenso wird von den Leiter/-innen der Werkstatt entschieden, welche Produktionslinien weiterbetrieben werden und welche den Betrieb vorerst einstellen. 

Das von der Landesregierung ausgesprochene Betretungsverbot im gemeinschaftlichen Wohnen zwingt uns dazu, dass eine restriktivere Zutrittskontrolle in die Gebäude erfolgen muss. Neben dem Zutrittsverbot von Menschen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, darf jeder Bewohner lediglich einen Menschen zeitgleich bei sich empfangen. Das Verlassen der Einrichtungen wird nach wie vor nicht unterbunden.
Die Pflegeeinrichtung in der CGS ist durch die baulichen Gegebenheiten separiert.

Es handelt sich nicht um Quarantäne-, sondern um Vorsichtsmaßnahmen, die der Erlass der Landesregierung zwingend vorschreibt. Sie sind zu beachten und zu befolgen. 

Die Wohnangebote der Unternehmensgruppe Marli werden ab Dienstag alle von unserer Werkstattküche verpflegt.

Wir weisen darauf hin, dass es nicht gestattet ist, Kinder mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. Mitarbeiter können auf Wunsch eine Bescheinigung von uns ausgestellt bekommen, die besagt, dass Sie durch Ihre Tätigkeit bei Marli, einen Anspruch auf einen sogenannten Not-Kindergartenplatz haben.

Die Pressekonferenz der Landesregierung können Sie über den Link ansehen: Pressekonferenz der Landesregierung

Die Unternehmensgruppe Marli hat in den letzten Wochen umfassende Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu erschweren, Menschen mit Behinderungen und Mitarbeitende zu schützen und auf diese Szenarien gut vorbereitet zu sein.

Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeitenden für die wiederholte und aktive Umsetzung der vereinbarten notwendigen Maßnahmen. Begegnen Sie bitte der schwierigen Situation weiterhin mit Ruhe und Besonnenheit. Wir halten Sie über die verschiedenen Kommunikationswege selbstverständlich auf dem Laufenden. Bleiben Sie gesund!